Brasilien ist ein Land der Gegensätze: Es feiert die größten Pride-Paraden der Welt und hat zugleich eine der höchsten Raten queerfeindlicher Gewalt. In den Metropolen Rio und São Paulo ist die Szene groß, sichtbar und lebensfroh, in ländlichen Regionen ist Zurückhaltung angebracht.
Rechtslage: Die gleichgeschlechtliche Ehe ist seit 2013 landesweit möglich, und seit 2019 stellt der Oberste Gerichtshof Homo- und Transfeindlichkeit strafrechtlich mit Rassismus gleich. Geschlechtseinträge lassen sich ohne Operation ändern; einzelne Gesetzesinitiativen auf kommunaler und bundesstaatlicher Ebene versuchen jedoch, queere Themen etwa an Schulen einzuschränken.